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Das Wichtigste aus Googles Richtlinien zur Bewertung der Suchqualität – Teil 1
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Im November hat Google seine umfassenden „Richtlinien zur Bewertung der Suchqualität“ veröffentlicht, die einen Einblick in den Google-Algorithmus geben und SEO-Experten sowie Werbetreibenden das Leben etwas erleichtern sollten. Doch 160 Seiten lesen sich nicht so einfach im Handumdrehen. MIK Agency hat sich deswegen die Zeit genommen, Googles neuestes Werk zu lesen und daraus für Sie die wichtigsten Schlussfolgerungen zu ziehen. Die wichtigsten Punkte präsentieren wir Ihnen in zwei Beiträgen – der vorliegende ist Teil 1 dieser Serie.

Google experimentiert derzeit mit dieser Qualitätswertung herum und ist bestrebt, durch seine Algorithmen künftig diejenigen Webseiten besonders gut zu platzieren, die die Suchanfrage des jeweiligen Nutzers am besten beantworten.

Die folgenden Dinge sind für SEO-Experten und Webmaster deswegen besonders wichtig zu wissen:

  1. YMYL-Seiten (Englisch für „Your Money or Your Life“)

Sogenannte YMYL-Seiten sind die Art von Seiten, bei denen Google die höchsten Qualitätsstandards erwartet, da sie das Leben der Nutzer stark beeinflussen können. Google möchte nicht, dass Seiten dieses Typs mit einer schlechten Qualität gut abschneiden. Denn bei einer Webseite über Hockey oder mit Rezepten ist die Qualität nicht so wichtig. Bei einem Online-Einkaufsportal jedoch schon. Hier ist die Sicherheit entscheidend, weswegen sie in das Rating mit einbezogen wird.

Wenn ein Bewerter sich beim Bestellen auf einer Seite nicht gut fühlen würde, dann wird diese auch nicht gut bewertet.

Google gibt fünf Bereiche an, die in diese YMYL-Kategorie fallen. Wenn Ihre Webseite also in einen dieser Bereiche gehört, dann müssen Sie ganz besonders darauf acht geben, Ihre Inhalte mit Referenzen, Expertenmeinungen und hilfreichen Zusatzmaterialien oder Inhalten anzureichern.

  • Einkaufsseiten oder Webseiten, über welche Finanztransaktionen abgewickelt werden
    Das umfasst nicht nur Webseiten, auf welchen Sie online Rechnungen zahlen, Online-Banking betreiben oder Geld überweisen. Alle Online-Shops, die Bestellungen annehmen und Zahlungsinformationen erhalten, fallen ebenfalls in diese Kategorie.
  • Webseiten mit Finanzinformationen
    In diesem Bereich gibt es zahlreiche qualitativ schlechte Webseiten. Für Google fallen diese Webseiten jedoch in denselben Topf, wie Webseiten zu Investitionen, Steuern, etc. Und das sind alles Dinge, die den Nutzer stark beeinflussen!
  • Webseiten mit medizinischen Informationen
    Webseiten über Krankheiten und wichtige medizinische Informationen können über Leben und Tod entscheiden – Fehlinformationen können verheerend sein. Klar sind sie also wichtig! Google wirft aber zum Beispiel Webseiten über Ernährung in denselben Topf.
  • Rechtliche Seiten
    Online sind eine Menge Webseiten im Zusammenhang mit rechtlichen Themen aufgekommen. Alle diese Seiten fallen aber in die YMYL-Kategorie.
  • Das alles umfassende “Andere”
    Auch eine Menge anderer Seiten können in die YMYL-Kategorie fallen. So gehören gemäss Google auch Seiten über die Adoption von Kindern oder Sicherheit im Verkehr in diese Kategorie.
  1. Fachwissen, Autorität und Vertrauenswürdigkeit

Fachwissen, Autorität und Vertrauenswürdigkeit beziehen sich auf das, was viele von uns als über den Wert einer Webseite entscheidend betrachten. Man sollte sicherstellen, dass eine Webseite gutes Fachwissen vermittelt und auch aufzeigt, wieso der Autor oder das Unternehmen über dieses Fachwissen verfügt. Bei der Autorität ist es ähnlich: Google will Webseiten mit einer grossen Autorität zum jeweiligen Thema. Diese kann von der Qualität der Autoren, der Community oder gar einem Forum herrühren.

Und Vertrauenswürdigkeit ist natürlich ganz speziell wichtig. Kann man der Webseite vertrauen? Wenn nicht, dann möchte sie Google mit Bestimmtheit nicht oben in den Suchresultaten anzeigen.

Im Endeffekt hat das alles mit der Qualität der Inhalte zu tun. Wenn Nutzer auf der Seite gut Fachinformationen finden, sie als Autorität sowie als vertrauenswürdig wahrnehmen, dann kommen sie sehr viel eher wieder und teilen die Seite auch mit Freunden oder Bekannten.

  1. Zusätzliche Inhalte

Zu den zusätzlichen Inhalten gehören zum Beispiel Tipps in den Seitenleisten oder das Aufzeigen ähnlicher Artikel. Hierbei helfen auf WordPress zahlreiche Plugins. Eines ist aber wichtig: diese Inhalte müssen hilfreich sein.

Alles, was nicht im Hauptartikel oder in der Werbung angezeigt wird, kann als zusätzliche Inhalte betrachtet werden.

  1. Die Gestaltung der Seite

Mittlerweile sollte dies eigentlich selbstverständlich sein. Aber es gibt leider immer noch Seiten, die in Aufbau und Nutzererfahrung schrecklich sind. Die wichtigen Inhalte der Seite sollten stets im Vordergrund stehen und in der Mitte angesiedelt sein. Versuchen Sie es einzurichten, dass der Nutzer nicht scrollen muss und bauen nicht eine Tonne von Inseraten ein.

  1. Werbung auf der Webseite

Google schaut nicht nur auf Inserate, die oben oder an Stellen in der Seite eingebaut sind, wo eigentlich der Artikel anfangen müsste. Es wird auch beurteilt, ob Sie zu sehr versuchen, Ihre Werbung in den Inhalt der Seite einzublenden. In Googles eigenen Worten sollten Inserate so angezeigt werden, dass Besucher, die das wollen, auf sie reagieren können. Es muss aber für jene, die nicht in Werbung interessiert sind, auch möglich sein, diese einfach zu ignorieren. Das bedeutet, dass es zwischen Werbung und Inhalten eine klare Trennung geben sollte!

  1. Weitere Einflüsse auf der Webseite selbst

Eine riesige Zahl von Webseiten geben nicht genügend Informationen über sich selbst. Eine „Über uns“ und eine „Kontakt“-Seite sollten aber vorhanden sein, so dass Besucher mehr erfahren und Sie kontaktieren können. Besonders wenn Ihre Seite in die YMYL-Kategorie fällt, betrachtet Google diese Angaben als absolut unerlässlich.

Und auch der Ruf der Webseite ist wichtig für die Bewertung der Suchqualität. So müssen die Bewerter diesen mit einbeziehen und folglich etwas Recherche betreiben. Dabei wird bei Wikipedia und anderen Informationsseiten nachgeschaut. Stellen Sie also sicher, dass Sie sowie Ihr Hintergrund und Ihre berufliche Erfahrung auf diesen Seiten aufgeführt sind. Natürlich können auch Dinge, wie Beliebtheit, User Engagement sowie Online-Bewertungen mit einbezogen werden.

Was macht eine Seite qualitativ minderwertig?

Es gibt eine ganze Reihe von Seiten, die von Google als qualitativ minderwertig betrachtet werden. Die folgenden 5 Gründe sind üblicherweise dafür verantwortlich:

  1. Die Qualität der Hauptinhalte ist schlecht.
    Dies sollte nicht überraschend sein. Egal ob die Texte ganz einfach schlecht geschrieben oder einfach nutzlos sind: die Bewertung wird schlecht ausfallen.
  2. Es gibt nicht genügend Inhalte zum Hauptthema auf der Seite.
    Das bedeutet nicht, dass kurze Artikel nicht als qualitativ gut durchgehen. Wenn Ihr Artikel mit drei Sätzen aber mehr Abschnitte bräuchten, um den Titel zu erklären oder den Versprechungen nachzukommen, dann ist das schlecht!
  3. Der Autor der Webseite hat nicht genügend Fachwissen zum Thema, oder die Webseite ist nicht vertrauenswürdig genug oder hat nicht genügend Autorität.
    Google möchte wissen, dass die Person in dem Themengebiet eine Autorität ist.
  4. Die Webseite hat einen schlechten Ruf.
    Stellen Sie sicher, dass Sie online einen guten Ruf haben – sowohl Ihre Webseite, wie auch Sie selbst. Ein paar wenige schlechte Bewertungen bedeuten aber nicht viel, wenn die überwältigende Zahl davon positiv sind.
  5. Die zusätzlichen Inhalte lenken ab oder sind nicht hilfreich.
    Überwältigen Sie Ihre Besucher nicht mit Inseraten, automatischen Videos oder zuviel Bling Bling. Es sollte möglich sein, Werbung zu ignorieren.
  1. Seltsame Redirects

Wenn Sie Links zu Affiliate-Programmen auf Ihrer Webseite einbauen, dann stellen Sie sicher, dass diese von den Bewertern nicht als „seltsame Redirects“ erfasst werden. Ein einzelner Link ist ok. Aber wenn Sie Ihre Besucher damit bombardieren, dann verschlechtert das Ihre Qualitätswertung.

  1. Spammige Inhalte

Spam ist eines der Merkmale, nach welchen die Bewerter von Google auf Webseiten Ausschau halten, da sie als qualitativ minderwertig angesehen werden. Einige dieser Merkmale überraschen überhaupt nicht – so ist automatisch generierter Text oder Kauderwelsch immer schlecht. Doch auch eine zu grosse Dichte an Keywords, kopierte Texte, ein Mangel an Kontrolle an was für Kommentaren oder Forenbeiträge gepostet werden oder verdächtige Download-Links und Formulare, auf welchen umfangreiche persönliche Informationen angegeben werden müssen werden üblicherweise als „spammig“ oder betrügerisch eingestuft.

  1. Mobilfreundlichkeit

Google hat dies schon mehrfach mit allen Aktionen angedeutet: Webseiten, die nicht mobilfreundlich sind, werden automatisch schlecht eingestuft. So erhalten alle Seiten, die auf Mobilgeräten nicht verwendbar sind, automatisch die niedrigste Bewertung.

Haben Sie noch weitere Fragen oder wünschen sich eine Beratung von einem SEO-Experten aus Zürich? Dann zögern Sie nicht, MIK Agency noch heute per Email oder Telefon zu kontaktieren. Wir sind jederzeit gerne für Sie da!

Valon
About Valon
Valon Asani ist ausgebildeter Informatiker. Seit 2011 auch Unternehmer mit der Webdesign Agentur MIK Agency und dem KOSFON Call Center. Doch was nach wie vor am meisten Spass macht: Das leidenschaftliche Bloggen und Suchmaschinenoptimierung.

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