Responsives Design: fliesst es in den Google-Algorithmus ein? Wir haben die Antwort!
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Google hat bereits mehrfach ausgesagt, dass das Unternehmen responsives Design für Mobilgeräte bevorzugt. Folglich gingen viele davon aus, dass responsives Design die Platzierung von Webseiten in den Suchmaschinen verbessern wird. Aber entspricht das der Wirklichkeit?

Aus allen Statistiken wird klar, dass eine für Mobilgeräte optimierte Seite sowohl für die Suchmaschinenoptimierung wie auch für das Online-Marketing als solches definitiv als wichtig zu betrachten ist. Aber welche Art von Design ist damit vorwiegend gemeint? Es gibt nämlich 3 davon: responsive, adaptive und traditionelles Webdesign.

Bevorzugt Google eines davon? Und mag Google ein Design mehr und lässt dann auch vorzüglich dieses in den Algorithmus einfliessen?

Doch beschäftigen wir uns zuallererst einmal mit den Designs, um die es hier geht. Die drei Designs, durch welche Webseiten mobiltauglich werden, sind:

  • Responsives Design
    Dieses Design verwendet fliessende und proportionale Raster, flexible Bilder und zahlreiche CSS-Kniffe, um für den Desktop, Tabletts und Mobilgeräte eine angepasste Version der Webseite anzuzeigen. Dabei bleiben die HTML- und Linkstruktur gleich. Die Webseite wird ganz einfach je nach Gerät grösser oder kleiner, und die Elemente sind bei kleineren Bildschirmgrössen anders angeordnet.
  • Adaptives Design
    Adaptives Design verwendet bei allen Geräten dieselbe Linkstruktur. Es erkennt das Gerät und generiert dann eine entsprechende Version des HTMLs, die auf das Gerät angepasst ist. Von der Webseite existieren so also mehrere Versionen, die über gemeinsame Links zugreifbar sind.
  • Separate Webseiten für Mobilgeräte.
    Dies ist, was manchmal als mDot bezeichnet wird. Wir sprechen hier von unterschiedlichen HTML-strukturen, die je nach erkanntem Gerät über unterschiedliche Links aufgerufen werden. So hat man üblicherweise die normale Webseite auf www.irgendwas.ch und die mobilfreundliche Seite auf m.irgendwas.ch. Offenbar verwenden derzeit 54% der top 500 Online-Brands dieses System.

Google selbst hat die Vor- und Nachteile jedes Designs in seinem SEO für Mobilgeräte Responsive Web Design, Dynamische Bereitstellung und Unterschiedliche URLs erläutert.

Beim Lesen dieser Artikel wird auch klar, welches Design Google bevorzugt und sogar in den Algorithmus einfliessen lässt. So wird die Verwendung von responsive Webdesign empfohlen aus dem simplen Grund, dass bei Responsive weniger Ressourcen verbraucht werden, die Nutzererfahrung besser ist und viele SEO-Fallstricke vermieden werden können.

Tatsächlich ist Google nachsichtig bei schlechtem Code, bestraft aber Webseiten, die Ressourcen verschleudern!

Wir wissen nun also, dass Google responsive Webdesign bevorzugt und aus welchen Gründen das so ist. Aber wissen wir auch, ob das tatsächlich die Platzierung in Suchresultaten beeinflusst?

Gemäss Google selbst hat responsive Webdesign keinen Einfluss auf das SEO einer Seite. So sagte John Mueller von Google im Oktober 2013 zum Thema responsive Design, dass man zum Beispiel durch “Likes” von Smartphone-Benutzern allenfalls indirekte Auswirkungen sehen könne, dass Google jedoch responsive als solches nicht in den Algorithmus einfliessen lasse. Auch Gary Illyes sagte 2015 aus, dass responsive Design für Webseiten keine Vorteile in der Platzierung biete. So seien mobiltaugliche Webseiten leichter für Google, aber zwischen der Behandlung von responsive und m.Dot-Webseiten gebe es keinen Unterschied. Responsive Webseiten werden folglich in den Suchmaschinen nicht automatisch besser platziert. Ihr Vorteil ist aber, dass hier im Gegensatz zu den anderen Arten häufige Fehler vermieden werden.

Der grosse Unterschied ist bei Webseiten also, ob sie mobiltauglich sind oder nicht – und nicht, mit welcher Technik sie mobiltauglich gemacht werden. Mobilfreundlich wird immer besser abschneiden, als der frühere Standard. Damit hat es sich aber auch schon.

Die Lösung zur obigen Frage liegt also in John Muellers Aussage, dass die Wahl des Designs allenfalls indirekte Auswirkungen auf die Google-Platzierung habe. Diese können sowohl positiv wie auch negativ sein. Dinge, die zu negativen indirekten Auswirkungen führen sind:

  • Blockiertes CSS oder JavaScript. 
    Bei jedem Design, das Webseiten mobiltauglich macht, können Fehler auftreten. Und diese können der organischen Platzierung in den Suchresultaten schaden. Ganz egal also, welches Design Sie verwenden – der Inhaber oder Administrator der Webseite muss Google erlauben, die Javascript oder CSS-Dateien zu lesen. Hierzu gehören natürlich ganz besonders jene, die für das Layout und die Navigation benötigt werden.
  • Schlechte Weiterleitungen
    Seiten mit adaptivem oder mDot-Design leiden oftmals unter negativen Auswirkungen, wenn die Weiterleitung auf die Version eines entsprechenden Gerätes nicht funktioniert. Das bedeutet, dass Google allenfalls die mobilfreundliche Webseite nicht finden und folglich auch nicht indexieren und platzieren kann. Bei responsive Design besteht diese Gefahr nicht.
  • Unzureichende Kennzeichnung
    Da bei mDot-Seiten die Links zu den verschiedenen Versionen völlig verschieden sind, ist es wichtig dies mit Elementen, wie rel=”canonical” und rel=”alternate” zu kennzeichnen. Ansonsten kann Google nicht erkennen, welche Version für welches Verzeichnis verwendet werden soll – Desktop oder die Mobilversion?
  • Langsame Seiten
    Dies ist einer der Bereiche, wo Webseiten im responsive Design Nachteile haben können. Im Gegenteil zu Seiten im adaptiven oder mDot-Design laden responsive Webseiten nämlich alle für die Desktop-Version benötigten Objekte gleichzeitig und nicht nur jene, die für den jeweiligen Mobilbildschirm als erstes benötigt werden. Dies kann die Ladezeit erheblich verlängern. Und wie wir alle wissen, werden lange Ladezeiten von Google bestraft!
  • Hohe Wegklick-Raten
    Durch lange Ladezeiten und eine schlechte Nutzererfahrung kommt es häufig zu hohen Wegklick-Raten – ganz besonders bei mobilen Webseiten. Wenn eine Webseite es nicht schafft, die Nutzererwartungen innerhalb weniger Sekunden zu erfüllen, dann klickt dieser Nutzer gemeinhin weg. Und die Wegklick-Rate hat eine negative Auswirkung auf die Platzierung in den Suchmaschinen!

Zusammenfassend kann also gesagt werden, dass eine responsive Webseite sowohl für Mobiltelefone, Tabletts wie auch Desktop-Computer angepasst und in allen Versionen gut lesbar und navigierbar ist. Allerdings können dafür auch nicht verschiedene Inhalte an verschiedene Geräte geliefert werden, und die Ladezeiten können übermässig lang sein. Besonders letzteres kann negative Auswirkungen auf die Platzierung in Suchmaschinen haben.

Bei adaptiven- und mDot-Designs indessen wird gesagt, dass die Tablett-Version oftmals nicht optimal ist. Das führt zu einer hohen Wegklick-Rate, die die Platzierung in Google negativ beeinflusst. Zudem kann es vorkommen, dass entweder die Links zu den Versionen nicht adäquat gekennzeichnet sind oder nicht korrekt funktionieren, was ebenfalls von Google bestraft wird.

Insgesamt ist es mit responsive Design sicherlich am einfachsten, Webseiten mobiltauglich zu machen, da mit den anderen beiden Designs oftmals Fehler unterlaufen. Es gibt aber kein Design, das in sich selbst für die Suchmaschinenoptimierung Vorteile bringt.

Tatsächlich hat jedes Design seine Vorteile und Nachteile für SEO. Und wenn es nicht richtig eingerichtet wird, dann wird die Mobiltauglichkeit der Seite nicht unbedingt positive Auswirkungen mit sich bringen.

Für Google selbst ist momentan klar, dass responsive Webdesign bevorzugt wird und dass das Unternehmen es gerne hätte, wenn Webmaster ihre Seiten dementsprechend aufsetzen würden. Im Moment hat das an und für sich noch keine positiven Auswirkungen aufs SEO. Allerdings kann sich das in Zukunft jederzeit ändern!

Haben Sie noch Fragen oder wünschen sich eine Beratung zu responsive Webdesign oder Suchmaschinenoptimierung? Dann ist MIK Agency Ihr perfekter Ansprechpartner! Zögern Sie nicht, uns per Telefon oder Email zu kontaktieren – wir sind jederzeit gerne für Sie da!

Valon
About Valon
Valon Asani ist ausgebildeter Informatiker. Seit 2011 auch Unternehmer mit der Webdesign Agentur MIK Agency und dem KOSFON Call Center. Doch was nach wie vor am meisten Spass macht: Das leidenschaftliche Bloggen und Suchmaschinenoptimierung.

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