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Was für SEO-Trends zeichnen sich für 2017 ab?

Es scheint so, als ob wir erst gerade Voraussagen dazu abgegeben hätten, was uns in Sachen SEO im Jahr 2016 erwarten wird. Und doch ist es bereits wieder Ende 2016, und das nächste Jahr ist gar nicht mehr soweit weg! Auch dieses Jahr wieder wagen wir uns also einen Blick in die Kristallkugel und erlauben uns, Prognosen für 2017 abzugeben. Was wird uns in diesem wie immer spannenden Jahr erwarten? Wird sich das SEO wieder einmal wie so oft massiv verändern? Im Artikel dieser Woche widmen wir uns genau dieser Frage!

Hier sind die top Trends, wie wir für 2017 erwarten

1.Für Mobiltelefone optimierte Webseiten (AMP)

Einer der Trends, der ganz bestimmt weiter gehen wird, sind die auf Mobiltelefone angepassten Webseiten. In Englisch nennen sich diese „Accelerated Mobile Pages“ – in Kurz: AMP – und basieren auf Googles Initiative zur Bildung eines besseren und benutzerfreundlicheren Internets. Es handelt sich hier um eine Reihe neuer Regeln, die zu einer einfacheren und leichteren Version von HTML führen. Die auf diese Weise erstellten Webseiten laden auf allen Mobilgeräten extrem schnell.

Doch auch wenn AMP seit ihrer Einführung im Februar 2016 heiss diskutiert wurden, haben SEO-Experten und Webmaster darauf mit relativer Vorsicht reagiert. Man fragt sich insbesondere, ob es sich um eine kurze Mode handelt, sie in einigen Monaten wieder verschwinden wird, oder ob das Projekt tatsächlich auch noch in Zukunft hier sein wird.

Für Google ist AMP allerdings erklärterweise eine hohe Priorität. So erklärte Adam Greenberg, der für Global Product Partnerships zuständig ist, dass das Unternehmen nun in all seinen Suchresultaten auf AMP-Seiten verlinkt und das Projekt somit für die Pläne eine zentrale Bedeutung habe.

Auch wenn es sich bei AMP um eine Mode handeln sollte, lohnt sich der Miteinbezug in die SEO-Strategie allerdings aus den folgenden Gründen:

  • AMP sorgt für eine bessere Benutzererfahrung

Dass bei Webseiten die Ladezeit zählt ist längst kein Geheimnis mehr. Mehrere Studien haben erwiesen, dass die Wegklickrate bei langsameren Webseiten höher ist und mehr als 40% der Besucher diese verlassen, wenn die Ladezeit mehr als 3 Sekunden beträgt. AMP-Seiten sind natürlich perfekt darauf ausgelegt, dieses Problem zu beheben. Durch das leichtere HTML und CSS sowie der Fakt, dass AMP-Inhalte in der Cloud gespeichert und nicht vom Server, sondern von einer von Google gehosteten , gecachten Version der Seite an Ihren Server geliefert werden bedeutet, dass AMP-Seiten etwa 30 Mal schneller laden. Die durchschnittliche Ladezeit für AMP-Seiten liegt bei 0.7 Sekunden und jene für normale Webseiten bei 22 Sekunden!

Das bedeutet für die Nutzer natürlich eine wesentlich angenehmeres Browsererlebnis.

  • AMP hat eine positive Wirkung auf die Platzierung in Suchresultaten und Durchklickraten

Erste Erfahrungen zeigen, dass AMP-Seiten in der Suche sowohl in Sachen Platzierung wie auch Durchklickraten besser abschneiden. Und auch wenn die Verbesserungen durch AMP-Seiten nicht gleich zu mehr Traffic führen werden, werden sich Anstrengungen definitiv bald auszahlen. AMP dominiert nämlich bereits in Sachen Inhalten.Wenn Sie proaktiv sein und AMP für Ihre Webseite implementieren wollen, dann gehen Sie wie folgt vor:

1.1. Installieren Sie das offizielle AMP-Plugin von WordPress

Wenn Sie dieses Plugin aktivieren, dann werden für alle Artikel auf Ihrer Seite automatisch AMP-Versionen generiert, die zugänglich sind, indem man /amp/ ans Ende der URL des Artikels anhängt.

1.2. Testen und verifizieren

AMP ist ein Format, das strikt überprüft wird. Wenn bestimmte Elemente Ihrer Seite die Anforderungen nicht erfüllen, dann zeigt Google den Nutzern Ihre Seite gar nicht. Deswegen müssen Sie Ihre AMP-Seite nach deren Erstellung zuerst einmal verifizieren. Hierfür können Sie entweder einen speziellen AMP-Verifizierungsbericht in der Google Search Console abrufen oder das in Chrome eingebaute Verifizierungstool verwenden. Wenn Sie das Validierungstool von Chrome verwenden wollen, dann gehen Sie in Chrome auf eine Ihrer AMP-Seiten und fügen #development=1 an die URL an. Klicken Sie dann Control + Shift + I, um die Entwicklertools von Chrome zu öffnen und gehen dann in die Konsole. Aktualisieren Sie allenfalls die Seite. Wenn Sie dies tun, dann erhalten Sie entweder eine Nachricht „AMP-Verifizierung erfolgreich“ oder eine Liste mit Problemen, die Sie beheben müssen.

1.3. Aktivieren Sie AMP-Statistiken in Ihrem Google Analytics Konto

Bei vielen WordPress-Plugins zur Analyse von Webseiten ist das Nachverfolgen (Tracking) der AMP-Seiten bereits automatisch aktiviert. Sollte das bei Ihrem Plugin jedoch nicht der Fall sein, dann müssen Sie dieses allenfalls etwas anpassen.

1.4. Verwalten Sie alle AMP-Seiten im Tool „WebSite Auditor”

Wenn Sie WebSite Auditor für Ihr SEO verwenden, dann können Sie die Inhalte Ihrer AMP-Seite ganz einfach wie folgt über das Tool verwalten:

  • Lassen Sie das Tool nachdem Sie ein Projekt für Ihre Webseite erstellt haben alle Ihre Seiten durchsuchen. Gehen Sie dann im Modul für die Seitenstruktur auf „Seiten“ und klicken die Schaltfläche “+” in der Ecke oben rechts, um einen neuen Arbeitsbereich zu erstellen.
  • Fügen Sie einen Filter hinzu, der nur Seiten aufführt, die AMP in der URL enthalten und fügen zudem alle Spalten hinzu, die Sie in der Ansicht brauchen.
  • Nun können Sie die SEO-Daten aller Ihrer AMP-Seiten immer sofort einsehen!

2. 301-Redirects können dazu führen, dass Ihre Seiten nicht an Relevanz gewinnen

Vor zwei Monaten hat Google angekündigt, dass Redirects nicht länger zum Verschlechtern der Platzierung in den Suchresultaten führen und dass man nun 3xx-Redirects verwenden könne, ohne den Verlust des Rankings befürchten zu müssen.

Versuche haben aber gezeigt, dass 301-Redirects dem SEO schaden können. Dieser Redirect ändert nämlich, wie Seiten über Ankertexte an Relevanz gewinnen.  Tatsächlich funktionieren die Links mit diesem Redirect nämlich nicht mehr fürs SEO!

Im Gegensatz dazu sind die 302-Redirects am stabilsten. Wenn Sie Ihre Webseite also mit 301-Redirects auf HTTPS migrieren, dann verliert sie auf Google an Relevanz.

Die beste Praktik ist also, die Originalseite ohne Redirects beizubehalten. Und auch wenn sich in manchen Situationen Redirects nicht vermeiden lassen, sollte man unnötige oder unachtsame Redirects vermeiden.

3. HTTPS kann an den Ratings zehren

Vor einigen Jahren hat Google angefanen, HTTP als Ranking-Faktor in seinen Algorithmen anzukündigen. Deswegen wurde ein Wechsel zu HTTPS ein Trend, um die Rankings zu verbessern. Tatsächlich aber haben diese Wechsel oftmals das Ranking von Webseiten nicht verbessert. Manchmal konnte dieses Unterfangen gar komplett schief gehen.

Was passieren kann ist, dass Weiterleitungsdaten von HTTPS nach HTTP verloren geht. Einerseits kann ein Wechsel auf HTTPS also eine Möglichkeit sein, dieses Problem zu beheben. Andererseits ist es bei Geschäften, die von diesen sogenannten Referrals auf andere Seiten leben aber ein Problem, wenn ihre HTTPS-Seite keine Daten an die HTTP-Seiten sendet. Die zwei Grundprobleme für SEO-Experten und Marketeers sind in diesem Fall also, dass:

3.1. Weiterleitungsdaten auf die eigene HTTP-Seite von anderen HTTPS-Seiten sicher gestellt werden müssen

Leider sind die Optionen hier limitiert, da die originalen Weiterleitungsdaten nicht wieder hergestellt werden können. Es gibt allerdings eine Weise, um dieses Problem herum zu arbeiten. Möglich ist das mit dem UTM-Tracking von Google. Was man hierfür tun muss ist, die URLs, die man auf anderen Webseiten platziert, mit spezifischen Quellen- oder Kampagnen-Tags zu versehen. Wenn dann jemand auf den Link mit diesen UTM-Parametern klickt, dann werden diese Tags an Ihr Google Analytics geschickt.

3.2. Sie sicher stellen müssen, dass Ihre HTTPS-Webseite Weiterleitungsdaten an HTTP-Seiten sendet

Hier wird mit einer Zwischenseite gearbeitet. Dies ist eine Technik, die auch Facebook oder Twitter für Ihre Plattformen verwenden. Es wird also ein interner Redirect eingearbeitet, der die Besucher zuerst auf eine HTTP-Seite und dann erst auf die gewünschte Zielseite senden. Der Zugriff kann dann also von der HTTP-Seite an Google Analytics gesendet werden.

4. Zitiert werden hilft dem SEO nicht unbedingt

Während Jahren haben SEO-Experten versucht, so oft wie möglich zitiert zu werden, um so das Ranking zu verbessern. Allerdings hängt das lokale Ranking nicht so sehr von der Stärke und der Anzahl lokaler Zitierungen an. Statt dessen sind Backlinks wesentlich wichtiger.

Sie sollten für eine Verbesserung Ihrer Rankings also die folgenden Dinge tun:

4.1. Die richtigen Backlinks aufbauen

Beim Aufbauen von Backlinks ist es normalerweise wichtig, diese von Seiten mit einer grossen Autorität zu erhalten und Links von Domains mit einer niedrigen Qualität zu vermeiden. Für lokale Seiten ist die lokale Relevanz allerdings wichtiger, als die Autorität. Wenn Sie also einen Link von einer Seite mit einer niedrigen Autorität erhalten können, die gleichzeitig aber für Ihre Region hoch relevant ist, dann sollten Sie unbedingt zuschlagen. Hier handelt es sich nämlich um einen super Link!

Wenn Sie herausfinden wollen, von wo Sie relevante lokale Links erhalten können, dann gehen Sie wie folgt vor:

  • Schauen Sie sich die Backlinks Ihrer Wettbewerber an, um neue Möglichkeiten für Ihre eigene Seite zu finden.
  • Nutzen Sie lokale Meinungsführer („Influencer“), mit denen Sie schon eine Beziehung aufgebaut haben.
  • Erhalten Sie Links für lokale Aktivitäten, in welche Sie bereits involviert sind.

4.2. Tracken Sie die richtigen Rankings

Lokale Rankings hängen stark von der IP-Adresse des Nutzers ab. Deswegen sollten Sie für die Überwachung Ihres Rankings einen spezifischen Standort festlegen.

5. Optimieren Sie Ihre Webseite für die Sprachsuche

Ein hervorgehobenes Snippet ist eine kurze Zusammenfassung, die die Suchanfrage des Nutzers beantwortet. Angezeigt wird es normalerweise in einem Kästchen am oberen Ende der Suchresultatsseite. Ein hervorgehobenes Snippet enthält üblicherweise einen Link auf die Seite, von welcher die Angaben genommen wurden. Und so ist dies eine geniale Art, mehr Traffic zu generieren.

Hervorgehobene Snippets führen nicht nur zu mehr Klicks, sie sind auch vorteilhaft für die Sprachsuche (Google Go). Im Normalfall wird das Snippet von der Stimme vorgelesen und beginnt mit „Gemäss der Seite XX“. Das hilft also ungemein fürs Branding. Die Sprachsuche ist zudem im stetigen Wachstum begriffen. Bereits 41% der Erwachsenen in den USA nutzen sie, um auf Google Sachen zu finden, und auch im deutschen Sprachraum ist die Tendenz steigend.

Um diese Gelegenheit voll auszuschöpfen, sollten Sie die folgenden Tricks anwenden:

5.1. Suchen Sie nach langen Keyword-Sequenzen

Das hilft Ihnen, die für Ihren Bereich häufig gestellten Suchanfragen zu ermitteln.

5.2. Erstellen Sie Inhalte, die diese Fragen beantworten

Führen Sie die Frage selbst in einem Artikel auf und liefern dann die direkte Antwort dazu. Vergessen Sie dabei nicht, dass für Snippets die Struktur Ihrer Antwort wichtiger ist, als die Relevanz oder Autorität Ihrer Webseite.

5.3. Stellen Sie sicher, dass Ihr Artikel wirklich hilfreich ist und zusätzliche Informationen zum Thema liefert

Das erhöht nicht nur die Wahrscheinlichkeit, dass Ihre Antwort in den hervorgehobenen Snippets aufgeführt wird, es führt auch zu mehr Klicks auf Ihre Webseite.

5.4. Machen Sie Ihre Inhalte für Nutzer und Suchmaschinen leicht auffindbar

Das bedeutet, dass Sie sicher stellen sollten, dass Ihre Inhalte für Google Bots einfach über Ihr Navigationsmenü auffindbar sein sollten. Führen Sie auch Links hierzu auf Ihren sozialen Netzwerken auf und geben diese in die Google Search Console ein.

Haben Sie noch weitere Fragen oder wünschen sich eine Beratung bei der MIK Agency, Ihrem Experten für SEO aus Zürich? Dann zögern Sie nicht länger und kontaktieren uns noch heute per Email oder Telefon. Wir sind jederzeit gerne für Sie da und freuen uns auf Ihre Kontaktaufnahme!

Valon
About Valon
Valon Asani ist ausgebildeter Informatiker. Seit 2011 auch Unternehmer mit der Webdesign Agentur MIK Agency und dem KOSFON Call Center. Doch was nach wie vor am meisten Spass macht: Das leidenschaftliche Bloggen und Suchmaschinenoptimierung.
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