Usability

Das englische Wort „Usability“ bezeichnet die Benutzerfreundlichkeit einer Webseite. Das bedeutet, dass Nutzer die Inhalte der Webseite mit dem kleinstmöglichen Aufwand erfassen können. Insbesondere wichtig ist dies, da Nutzer schnell ungeduldig werden und eine Seite wegklicken – mit negativen Konsequenzen fürs Ranking in Suchmaschinen und auf den Umsatz.

WIESO WEBSEITEN BENUTZERFREUNDLICH SEIN SOLLTEN

Stellen Sie sich vor, Sie wollen Schuhe kaufen gehen. Da verstellen aber Schachteln den Weg, und die Schuhe in den Regalen sind nicht nach Grösse oder Art geordnet. Werden Sie nun, wenn der Preis nicht niedriger ist, die Anstrengung auf sich nehmen und durch die Auswahl pflügen? Oder suchen Sie eher nach dem nächsten Geschäft?

Die meisten Kunden würden das Weite suchen. Und so verhält es sich auch mit dem Internet Auftritt. Wenn dieser schlecht leserlich, nicht übersichtlich ist oder viel Scroll-Arbeit beinhaltet, dann wirkt das nicht ansprechend auf potentielle Kunden.

Deswegen gibt es sogar Fachleute, die sich auf Usability spezialisieren: Die User Interface- (UI) und die User Experience (UX) Designer. Diese stellen sicher, dass Webseiten für Kunden so ansprechend und einfach bedienbar sind wie nur möglich. Hierfür gibt es sogar Disziplinen, wie das Eye-Tracking, mit dem bestimmt wird, wie Nutzer die Webseiten betrachten und wie sie sich natürlicherweise durch die Inhalte arbeiten. An dieses Verhalten werden dann die Webseiten angepasst, um so einfach wie möglich navigierbar zu sein. Denn wie im wahren Leben das Schuhgeschäft, sind Webseiten online entscheidend dafür, ob Kunden im Endeffekt zum Kauf fortschreiten oder nicht. Insofern steigern wirklich gute Webseiten – mit hoher Usability – direkt den Umsatz.

Die Beachtung der Usability ist unabdinglich, da die Mehrzahl der Computer-Nutzer die Hintergründe und Funktionsweise von Software-Prozessen und Rechenleistungen nicht versteht. Um dieser grossen Mehrzahl der Nutzer trotzdem Informationen zukommen zu lassen, müssen gewisse Prozesse und Möglichkeiten auf der graphischen Benutzeroberfläche, sprich dem Bildschirm, angezeigt werden, wohingegen die eigentlichen Rechenleistungen nur selten auf die Benutzeroberfläche übertragen werden.

Die Wahrnehmungspsychologie spielt bei der Möglichkeit der schnellen Auffassung eine grosse Rolle. Etwa 80% der Sinneseindrücke nehmen wir über das Auge wahr. Und umso bekannter die Strukturen, desto eher verstehen wir den Inhalt. Ein Seitenaufbau, der bekannten Mustern entspricht, ist zudem wichtig, da die Aufmerksamkeitsspanne beim Surfen im Schnitt nur über vier bis fünf Bildschirmseiten reicht. Das heisst, dass die Erinnerung an die Inhalte, die wir zuvor gesehen haben, verblasst. Um also den Seitenbesuchern das schnelle Auffassen von Informationen zu erleichtern, sollten Grundregeln des Designs beachtet werden, wie unterschiedliche Farben, starke Kontraste, scharfe Konturen und komplexe Elemente. Auf diese Weise erhöht sich die Aufmerksamkeit und Erinnerungsfähigkeit der Seitenbesucher.

Obwohl beim Erstellen von Webseiten viele Möglichkeiten bestehen, um sich von anderen abzuheben, sollten dies nicht im vollen Umfang ausgeschöpft werden, um die Aufmerksamkeitsspanne der Seitenbesucher nicht herauszufordern. Die Hintergründe sollten einfarbig sein und der Text in einer Farbe, die sich von der des Hintergrundes deutlich unterscheidet. Für die Schriftart empfiehlt es sich immer, serifenlose Arten zu wählen, um das Erfassen des Inhaltes zu erleichtern. Die Texte sollten zudem statisch sein und sich in ihrer Farbe und Grösse nicht ändern sowie Hervorhebungen nur sparsam verwendet werden.

Diverse Studien haben gezeigt, dass, im Unterschied zu Printmedien, die Geduld beim Surfen weniger lange anhält. Gesuchte Informationen müssen schnell gefunden werden können, dessen Gewährleistung sowohl auf grafischen als auch auf technischen Einstellungen der Seite beruht. Texte werden demnach von den Seitenbesuchern nach bestimmten Keywords gescannt und sollten aus diesem Grund direkt ausgeschrieben und nicht umschrieben werden.

Entsprechend der Branche und dem konkreten Content der Seite sollten unterschiedliche Farben und Seitenaufbauten gewählt wirden. Webseiten sollten den Zielgruppen angepasst werden, denn Nutzerfreundlichkeit wird subjektiv wahrgenommen und bei der Auswertung der Usability sind somit auch emotionale Aspekte der User Experience zu beachten.

Die drei Komponenten der Usability sind Effektivität, Effizienz und Zufriedenstellung. Diese fangen bei der Leserlichkeit der Inhalte an und gehen bis hin zur Einhaltung bestimmter Konventionen in Bezug auf die gleichen Header und Footer auf einer Webseite und einer einfachen und übersichtlichen Navigation auf der Seite.

WIE WICHTIG IST USABILITY?

Ein immer grösserer Prozentsatz der Bevölkerung informiert sich online oder tätigt sogar seine Einkäufe im Internet. Unternehmen, die auf diesen Zug aufspringen und Online-Kunden finden wollen, müssen folglich eine benutzerfreundliche Firmenwebseite haben. Für sie ist Usability essentiell. Auch für das Ranking in Suchmaschinen ist dies wichtig, da eine hohe Bounce-Rate (Nutzer, die auf die Webseite zugreifen und sie sofort wieder wegklicken) den Suchmaschinen den Hinweis gibt, dass eine Webseite nicht relevant ist, wodurch das Ranking negativ beeinflusst wird.

WAS SIND TEILE GUTER USABILITY?

  • Ein gut navigierbares Menü
  • Viele Bilder – Text aufs Notwendige reduziert (kein Cluttering)
  • Farb- und Schriftwahl, die Inhalte gut leserlich machen
  • Eine logische Struktur der Webseite
  • Responsive Design
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FAZIT

Die Usability von Webseiten basiert auf der Beachtung und Einhaltung technischer und grafischer Einstellungen, welche die Effektivität, Effizienz und Zufriedenstellung erhöhen. Durch eine hohe Usability kann das Surfen auf einer Webseite problemlos durchgeführt, die gesuchte Information schnell gefunden und die Inhalte schnell erfasst werden.