Visuelle Kommunikation

Als visuelle Kommunikation wird all das bezeichnet, das Informationen auf visuelle Art vermittelt und ist somit Teil nonverbaler Kommunikation. Der Begriff der visuellen Kommunikation wird häufig als Synonym zu Kommunikationsdesign, bzw. Grafikdesign verwendet.

DIE BEDEUTUNG UND VERWENDUNG VON VISUELLER KOMMUNIKATION IN DER HEUTIGEN ZEIT

Heute leben wir in einer Informationsgesellschaft, welche auf Basis von Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT) beruht. Die postmoderne Dienstleistungs- und Wissensgesellschaft ist Ausdruck dessen. Dies bedeutet, dass wir in unserem Alltag ständigen Informationsfluten ausgesetzt sind, deren Inhalte erfasst, verarbeitet und gegebenenfalls reproduziert werden müssen. Verbal ausgedrückte Informationen können zwar sehr detailliert sein, deren Auffassung beansprucht allerdings in vielen Fällen zu viel Zeit. Insofern findet nonverbale Kommunikation immer mehr Anwendung in der Übermittlung von Inhalten, die grafisch aufbereitet schnell erfasst und verstanden werden können.

Grundlage der visuellen Kommunikation ist, wie der Name schon sagt, die Auffassung von Informationen über die Augen. Zur visuellen Kommunikation gehören die Gebärdensprache und Zeichen.

ZEICHEN IN DER VISUELLEN KOMMUNIKATION

Zeichen sind Objekte, welche der Kommunikation dienen und nicht nur sich selbst repräsentieren, sondern auf etwas Bestimmtes verweisen, bzw. für etwas stehen. Zeichen sind somit Stellvertreter für etwas anderes, können allerdings schnell erfasst werden und deren Verweis entsprechend zugeordnet werden. Zu den Zeichen gehören Ikons, Firmenlogos und Symbole.

Ikons sind Zeichen, die dem abgebildeten Objekt sehr ähnlich sind. Mit Hilfe der Verknüpfung durch Ähnlichkeit wird durch die Wahrnehmung eine Vorstellung, bzw. ein Konzept entwickelt, das über das eigentliche Ikon hinausgeht.

Ein weiteres Beispiel für ein Zeichen ist ein Firmenlogo, welches das Unternehmen repräsentiert. Auch hier entsteht, sobald wir das Logo kennen und erkennen, eine gewisse Assoziation. Dieses Wissen wird im Branding bewusst eingesetzt, um die Corporate Identity eines Unternehmens zu vermitteln und das Markenbewusstsein zu stärken.

Auch Symbole stehen wie Zeichen anstelle von Objekten und repräsentieren abstrahiert das bezeichnete Objekt. Hinzu kommt, dass Symbole für eine grössere Idee mit mehreren Ebenen stehen. Die repräsentierte Metaebene umfasst somit mehr, als ein reines Zeichen. Ein Beispiel hierfür sind Fahnen. Fahnen von Nationalstaaten symbolisieren beispielsweise die Politik, die Regierungsform, die nationale Identität, die Gesellschaft und alle ihre Subkulturen, die Geschichte, die Errungenschaften, die Abgrenzung zu anderen und vieles mehr.

DIE BEDEUTUNG VISUELLER KUMMUNIKATION IM MARKETING

Ohne visuelle Kommunikation würde es heute im Marketing nicht gehen. In Zeiten, in der so viele Informationen auf uns einfliessen und die Aufmerksamkeitsspanne sehr gering geworden ist, ist leicht verdaulicher Content (Inhalte) das, was die Nutzer auf eine Webseite bringt und sie dort hält. Formen dieser leichtverständlichen Inhalte sind Infografiken, Modelle, Tabellen, Zeichnungen, Fotos oder Videos.

Infografiken repräsentieren in vereinfachter Form Zusammenhänge. Dabei wird grosser Wert auf Klarheit, Genauigkeit und Anschaulichkeit gelegt. Durch Infografiken sollen grössere abstrakte oder physische Korrelationen grafisch aufbereitet zur Verfügung gestellt werden. So gelten Liniennetze des öffentlichen Personennahverkehrs als Infografiken.

Modelle können, wie Infografiken, bestimmte Verfahren verbildlichen. Sie stellen schematisch die Zusammenhänge und zeitlichen Verläufe bestimmter Prozesse dar, sei es im Maschinenbau, in Dienstleistungsprozessen oder in historischen Kontexten.

Tabellen und Diagramme hingegen werden oft verwendet, um Verhältnisse in absoluten oder prozentualen Zahlen aufzuzeigen. Durch diese Art der visuellen Kommunikation ist es demnach möglich, schwer einzuordnende Zahlen zu verbildlichen, um sie leichter verständlich zu machen.

Zeichnungen greifen oft auf Zeichen und Symbole zurück, um grafisch aufbereitete Aussagen zu treffen. Soll ein konkreter Zustand gezeigt werden, wird auch gerne auf die Verwendung von Fotos gesetzt. „Ein Bild sagt mehr als tausend Worte.“ Nach dieser Devise werden Informationen in visueller Form vermittelt.

Videos sind aufwändiger zu erstellen, dafür allerdings in vielen Fällen für Konsumenten leichter verständlich, da Prozesse anschaulicher vermittelt und weitere Kommunikationskanäle wie Sprache verwendet werden können. Dennoch gelten Videos, je nach Aufmachung, als visuelle Kommunikationsmittel und werden aufgrund des hohen Informationsgehaltes, der übermittelt werden kann, gerne in Firmenwebseiten eingebunden.

DIE VERWENDUNG VISUELLER KOMMUNIKATION FÜR WEBSEITEN

Visuelle Kommunikationsmittel sind von Webseiten nicht weg zu denken, da sie Sachverhalte auf einfachste Weise darstellen und Informationen wiedergeben, ohne dabei Romane zu schreiben. Das macht den Internetnutzern die Inhalte leichter zugänglich. In neuerer Zeit sind besonders Infografiken und Firmen- oder Produktvideos zur Informationswiedergabe sehr beliebt. Auf diese Weise aufbereitete Informationen sind auch sehr leicht in sozialen Netzwerken teilbar. So streben viele Unternehmen zum Beispiel ein „virales Video“ an, um ihren Bekanntheitsgrad zu vergrössern.

VORTEILE VISUELLER KOMMUNIKATION

  • Kein langes Scrollen oder seitenweises Lesen von Informationen
  • Einfache Zusammenfassung wichtiger Sachverhalte
  • Leicht zugänglich für Nutzer
  • Leicht teilbar (soziale Netzwerke)
Visuelle Kommunikation

FAZIT

Visuelle Kommunikation basiert auf der Erstellung, Vermittlung und Perzeption visuell vermittelter Informationen. Diese Art der Kommunikation wird gerne verwendet, um Informationen leicht verständlich aufbereitet an Dritte zu übermitteln.